Christian Müller: Die Novemberpogrome in rheinhessischen Landgemeinden – eine vergleichende Regionalstudie

Vortrag am 6. Mai 2022, 19.30 Uhr Landesmuseum Mainz (Große Bleiche 49-51)

„Novemberpogrome 1938, das haben wir aber jetzt wirklich zur Genüge aufgearbeitet!“ wird sich manche(r) denken. – Nein, haben wir nicht! Das zeigt die Arbeit des jungen Historikers Christian Müller, die vom Historischen Verein Rheinhessen mit einem Förderpreis ausgezeichnet wurde.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Historischen Vereins Rheinhessen am 6. Mai stellt Herr Müller ab 19.30 seine Arbeit vor, die am Historischen Seminar der Uni Mainz als Masterarbeit angenommen wurde. So nüchtern der Titel ist, umso betroffener machen die Inhalte. Herr Müller schildert zum Teil minutiös die Ereignisse im November 1938 in zahlreichen rheinhessischen Gemeinden zwischen Ingelheim und Guntersblum. Er zeigt, wie der rassistisch begründete Antisemitismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts von den Nationalsozialisten nach 1933 staatlich legitimiert wurde. Seine vergleichende Perspektive macht deutlich, wie sich staatliche, von der SA gelenkte Maßnahmen mit dem Judenhass und der Habsucht lokaler Eliten verband. Am Beispiel des „Schandmarsches“ von Guntersblum wird unter anderem deutlich, wie Kinder indoktriniert und instrumentalisiert wurden. Dies macht auch 84 Jahre nach den Ereignissen noch betroffen.

Es wird sich lohnen, Christian Müller, der seinen Vortrag sicherlich mit selten gezeigten Bildern illustrieren wird, zuzuhören. Um Anmeldung wird gebeten (guntermahlerwein(at)aol.com, 06249/6394).

Der Mainzer Erzbischof - eine Säule der kaiserlichen Macht

Web-Vortrag von Dr. Elmar Rettinger am Freitag, 19. März 2021, 18.00 Uhr

Am 16. März 2021 öffnet die große Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ im Mainzer Landesmuseum wieder ihrer Pforten. Die Ausstellung wird bis 13. Juni 2021 zu sehen sein. In einer aufwändig inszenierten Schau mit hervorragenden Exponaten beleuchtet die Landesausstellung ein dynamisches Beziehungsgeflecht, das über einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten von Karl dem Großen bis zur Goldenen Bulle 1356 Kaiser und Könige, Fürsten und Feldherren, Ritter und Reichsfürsten, Bürger und Städte miteinander verwob.

Der Raum am Rhein spielte dabei eine zentrale Rolle. Insbesondere der Mainzer Erzbischof, aber auch die Stadt und ihre Bürger waren wichtige Säulen der Macht des Kaisers. Es gab allerdings auch Konfliktphasen, in welchen sich die genannten Säulen eher als Konkurrenten der Kaiser erwiesen. Der Vortrag soll auf einen persönlichen Ausstellungsbesuch einstimmen, wobei auch die korrespondierenden Ausstellungen in Mainz im Isis-Heiligtum, St. Johannis und Dom- und Diözesanmuseum zur Sprache kommen.

Wir bitten um Anmeldung zum Vortrag bis zum Donnerstag, 18. März 2021, bei Dr. Elmar Rettinger (Elmar.Rettinger(at)web.de). Anschließend lassen wir Ihnen die Zugangsdaten für die Einwahl zum Vortrag zukommen.


Mainz und Aschaffenburg – eine 800-jährige Beziehung

Webvortrag von Dr. Elmar Rettinger (Historischer Verein Rheinhessen), am 27. November 2020, 18 Uhr

Mainz, die Hauptstadt von Rheinland-Pfalz, und Aschaffenburg, die größte Stadt am bayerischen Untermain, verbindet vieles. 800 Jahre war Aschaffenburg Teil des Territoriums des Mainzer Erzbischofs, Hauptort des Mainzer Oberstifts und Zweitresidenz. Die gemeinsame Geschichte hat tiefe Spuren hinterlassen. Schalten Sie sich dazu, wenn ein gebürtiger Aschaffenburger, der sein Berufsleben als Historiker in Mainz verbracht hat, über die Beziehungen beider Städte erzählt.

Der Vortrag wird – den Umständen geschuldet – im digitalen Format stattfinden. Wir nutzen dazu die Konferenzanwendung BigBlueButton und haben hier einen virtuellen Raum für den Vortrag eingerichtet.

Wir bitten um Anmeldung zum Vortrag bis zum 26. November 2020 bei Dr. Elmar Rettinger (Elmar.Rettinger(at)web.de). Anschließend lassen wir Ihnen die Zugangsdaten für die Einwahl zum Vortrag zukommen.

Bitte beachten Sie bei der Einwahl unbedingt darauf, dass Sie bei der Einwahl Kamera und Mikrophon zulassen, da es nicht möglich ist, Kamera und Mikrophon später hinzuzufügen. Sobald Sie sich im Call befinden, können Sie die Kamera aus und das Mikrophon stummschalten.

Falls BigBlueButton nicht funktionieren sollte, könnte es eventuell am Browser liegen und helfen, einen anderen Browser zu verwenden.

Umfangreiche Informationen zur Teilnahme an einem Vortrag in BigBlueButton stellt zum Beispiel die Universität Göttingen hier zur Verfügung.